collage-1464512525027 Auch in diesem Jahr nahm die Osterwalder Damen-Staffel  voller Euphorie beim Lauf zwischen den Meeren teil: Es galt knapp 95km von der Nord- zur Ostsee in zehn Etappen zu bewältigen. Bei herrlichem Wetter liefen die Damen an den Küstenabschnitten entlang und wurden an einzelnen Wechselpunkten mit kleinen Volksfesten empfangen und gefeiert. Für jede Läuferin ist dieser Lauf ein kleines Highlight, denn es bleibt bis zum Schluss spannend, ob man seine Wechselpartnerin zügig findet und den Staffelstab ohne Zeitverlust übergeben kann. Doch bei unseren Läuferinnen hat alles problemlos geklappt und so konnte die Staffel nach 09:45:42 Stunden gemeinsam das Ziel am Ostseestrand in Damp durchlaufen und insgesamt den 26. Platz in der Frauenwertung belegen. Besonders zu betonen ist der spontane Einsatz der "Ersatzläuferinnen" Gaby und Linda, die für Nina und Anna eingesprungen, die leider verletzungsbedingt nicht mitlaufen konnten. Ohne Gaby und Linda hätte die Teilnahme auf der Kippe gestanden, aber in einem so sportbegeisterten Dorf wie Osterwald dauert es natürlich nicht lange bis engagierter Ersatz gefunden ist - ihr habt das wirklich super gemacht! Ein weiterer Dank gilt an dieser Stelle auch der lieben Elke, die sich bestens um das Wohlsein und die Verpflegung der Läuferinnen gekümmert hat! Wieder in Osterwald angekommen, durften sich alle Fastflitzerinnen über ein nettes Begrüßungsplakat freuen - ja, Mädels, ihr seid spitze !

Glückwunsch, nun gehört auch Timo zu den Marathonis und er hat sich für sein Marathondebüt ausgerechnet den größten Crosslauf Europas ausgesucht: den GutsMuths-Rennsteiglauf im Thüringer Wald. Wie es im dabei erging wird er nachfolgend berichten: "Bereits das Abholen der Startunterlagen am Vortag des Laufes war ein Abenteuer. Der Startort Neuhaus am Rennweg liegt nämlich irgendwo im Nirgendwo - eine Irrfahrt über enge kurvige Strassen. Am nächsten Morgen um 9.00 Uhr war der Start, nach dem gemeinsamen Singen des Rennsteigliedes ging es auf die 42,195 Km lange Strecke, standesgemäß erstmal bergauf für die 3600 Starter. Nach 5,4 km über eine Landstrasse bog der Läufertross nach rechts in den Thüringer Wald ab. Von dort an ging es über schmale Wanderwege bergauf und bergab. Bis Km 30 ging es mir eigentlich recht gut, dann erlitt ich leider einen kleinen Einbruch. Nach 4 km gab mir ein Zuschauer eine Flasche Wasser ucollage-1464519635783 (2)nd eine Banane und fragte ob es mir denn gut ginge. Frisch gestärkt rappelte ich mich nochmal auf. Die letzten 2 km ging es wieder steil bergauf zum Zielort Schmiedefeld. Angefeuert von Zuschauern, das Ziel in Sichtweite schaffte ich mit letzter Kraft den letzten Anstieg, um nach 4:32 Std, das Ziel zu erreichen. Am Ende hatte ich 800 positive Höhenmeter bewältigt und Platz 1275 ereicht. Insgesamt mussten die Sanitäter über 300 Mal eingreifen, 23 Läufer mussten soger ins Krankenhaus, 30 Mal wurden Infusionen gelegt. Es gab sogar eine Massagestation unterwegs. Als Fazit kann ich sagen, dass es mir eigentlich zu warm war (23 Grad), es aber ein tolles Lauferlebnis war. Ein schöner Landschaftsmarathon durch den Thüringer Wald, mit sehr hilfsbereiten Läufern, die aufeinander aufpassen."  Wir finden das ist eine sehr, sehr starke Leistung und sagen "Willkommen im Club der Marathonis"!

Müllaktion Nicht nur im heimischen Osterwald haben die Fastflitzer fleißig Müll gesammelt sondern auch, gemeinsam mit befreundeteten Läufern aus Wallensen und Salzhemmendorf, rund um den Lönsturm und auf den Wegen zwischen Thüste, Ockensen und dem Bruchsee. Bei den drei gemeinsamen Laufaktionen kamen insgesamt fast 100 Kilo Müll zusamen, die sich auf den Wanderwegen und den umliegen Trails angesammelt haben - deutlich mehr als anfangs erwartet wurde.

Alle Läuferinnen und Läufer waren sich abschließend einig, dass dies (wegen der großen Mengen die gesammelt wurden) keine einmalige Aktion gewesen ist - nicht zuletzt  natürlich auch wegen des gemütlichen Besammenseins und dem leckeren Essen nach jedem Lauf, wofür wir uns ganz herzlich bedanken!

MüllsammelaktionGemeinsam mit befreundeten Läufern aus Wallensen und Salzhemmendorf haben wir uns heute auf unsere heimischen Laufstrecken im Osterwald begeben, um gemeinsam  Müll zu sammeln.  Was mit der anfänglichen Skepsis und der Frage begann, ob wir überhaupt Müll finden würden - sind unsere Waldwege auf den ersten Blick doch recht sauber - entpuppte sich zu einem vollen "Erfolg". Insgesamt wurden in 1,5 Stunden auf einer Gesamtstrecke von ungefähr 32km circa 30kg Müll gesammelt, darunter unter anderem TePutzaktion_Routenile einer Toilettenschüssel, ein Regenmantel, diverse Taschentücher, Glas- und Plastikflaschen, Folien, Planen, Bonbonpapiere und noch viele weitere Dinge, die nicht in die Natur gehören!  Als Gegenzug für das Engagement im Osterwald werden wir erneut gemeinsam am 29.04. in Wallensen und am 20. Mai rund um den Lönsturm zu weiteren Müllsammeltouren starten - jeder ist herzlich eingeladen sich uns anzuschließen!

Unter den insgesamt 21130 Athleten waren auch einige Fastflitzer aus Osterwald vertreten, die bei optimalen Wetterbedingungen fast alle ihre Vorjahreszeiten zu unterbieten vermochten.
Traditionell stark vertreten sind die Fastflitzer auf der Halbmarathonstrecke (21 km). Hier plazierte sich René Severith in formidablen 01:28:25 h auf den 54. Altersklassenplatz. Auf den weiteren Plätzen folgten Timo Hedderich (01:33:17), Marc Bruns (01:46:59), Dirk Sanderschäfer (01:51:04) und Martin Gülke (01:56:41). Als weibliche Vertreterin überzeugte Doris Severith in respektablen 02:12:45 h.
Als einziger Osterwalder Läufer startete Eike Dempewolf auf der klassischen Marathon-Distanz. Dort konnte er auf der 42 Kilometer langen Strecke persönliche Marathon-Bestzeit erzielen und erreichte nach 03:19:17 h das Ziel am Neuen Rathaus, was ihm einen beachtlichen 34. Platz in seiner Altersklasse einbrachte.

Hannover Marathon 2016_Impressionen

Sichtlich zufrieden mit der eigenen Leistung, der perfekten Organisation und der tollen Stimmung der hunderttausenden Zuschauer entlang der Strecke lautete der einhellige Tenor der heimischen Läufer: „Hannover - wir kommen wieder!“

Auch wir wollen mit einem Frühjahrsputz den Frühling begrüßen und laden daher am Sonntag, den 17. April 2016 zu einem gemeinsamen "Clean your trails"-Lauf ein, bei dem wir uns mit Müllbeuteln bewaffMüllaktionnet auf unterschiedlichen Strecken durch den Osterwald wagen wollen.  Ob das nötig ist wird sich zeigen, aber leider ist nicht jeder so rücksichtsvoll und hinterlässt den Wald sauber. Wir wollen an dieser Stelle nachhelfen und den Wald von möglichen Müllresten befreien. Jeder, der sich uns anschließen möchte (ob laufend, wandernd, walkend oder Rad fahrend) ist herzlich dazu eingeladen.

Treffpunkt: 10:30 am Osterwalder Sportplatz      (Dauer: ca. 1,5 Stunden, im Anschluss wird  gemeinsam gegrillt)

Wenn ihr dabei sein wollt oder Fragen habt, dann wendet euch bitte an: fastflitzer.osterwald@t-online.de

 

Nach langer Verletzungspause durch einen Meniskusriss und anschließender OP konnte Timo endlich wieder die Laufschuhe schnüren und beim Celler Wasalauf über 20km starten. Beim zweitgrößten Lauf Niedersachsens ging es auf einem 5Km-Rundkurs über Kopfsteinpflaster vorbei am Celler Schloss und den typischen Fachwerkhäusern Timo Wasalaufdurch die Innenstadt. Für Timo sollte dies ein mehr als gelungenes Comeback werden, er finishte nach 1:32:45, auch wenn "die ersten zwei Runden noch ganz gut liefen, danach aber die Trainingsdefizite deutlich wurden". Umso positiver ist es,  dass das Knie nach der Verletzungspause so gut durchgehalten hat. Nun steht dem weiteren Training für den Rennsteigmarathon im Mai nichts mehr im Weg!

 

Laufbetreuer Durch die erfolgreiche Teilnahme am Laufbetreuer-Lehrgang des Niedersächsischen Leichtathletik Verbands kann die LG Fastflitzer nun auch auf fundiertes theoretisches Know-How zurückgreifen. Thematisiert wurden in diesem Lehrgang unter anderem Trainingsprinzipien, Trainingsplanung und Trainingsmethoden im Lauftreff, die Besonderheiten der Anfängerbetreuung sowie in einem praktischen Teil das abwechslungsreiche Ausdauer- und Kräftigungstraining  im Lauftreff.

Bei eisiger Kälte und gehörig Schnee waren 43 kleine und große Fastflitzer sowie 2 Vierbeiner auf ihrer traditionellen Wanderung diesmal nach Mehle unterwegs.
Eingekehrt wurde im Restaurant Schökel, wo die gut gelaunten Wanderer kulinarisch bestens versorgt worden sind, bevor sie sich gestärkt auf den verschneiten Heimweg zurück nach Osterwald machten.

Es war wieder eine rundum gelungene Winterwanderung, und alle freuen sich schon auf die nächste Ausgabe!

Impressionen Winterwanderung_2016

Impressionen_Tour de Tirol 2015

Für ihren diesjährigen Saisonhöhepunkt haben sich die beiden Langstreckenläufer Dirk Reimann (LAV Alfeld) und Eike Dempewolf von den Fastflitzern aus Osterwald etwas ganz besonderes ausgesucht: die zehnte Jubiläumsauflage der Tour de Tirol, ein anspruchsvolles Drei-Tages-Laufevent mit insgesamt 75 Kilometern und 3850 Höhenmetern bergauf. Ort des Geschehens ist das pittoreske Dorf Söll am Wilden Kaiser, bekannt auch durch die deutsch-österreichische Fernsehserie „Der Bergdoktor“. Über 1000 Teilnehmer aus 31 Nationen sind an diesem Oktoberwochenende am Start, darunter einige Asse der Laufszene wie Patrick Wieser aus der Schweiz, der Bulgare Shaban Mustafa und die späteren Gesamtsieger Jasmin Nunige (Schweiz) oder Robbie Simpson aus Schottland, allesamt Profis mit Erfolgen bei Berglaufweltmeisterchaften und Leichtatlethik-EM.
Nach einem harten Training, das auch auf den Harzer Teufelsstieg von Bad Harzburg zum Brocken ausgedehnt worden war, wollen Dempewolf und Reimann gemeinsam die mehrtägigen Strapazen durchstehen und zusammen das Ziel erreichen. Diese Teamarbeit hatte sich für beiden langjährigen Freunde und Laufpartner zuvor schon bei einigen anderen alpinen Rennen in der Schweiz bewährt.

Mit dem Startschuss für den so genannten „Söller Zehner“ am Freitagabend nimmt der Wettkampf seinen ersten Auftakt. Auch wenn der österreichische Veranstalter von einer „leicht kuppierten“ Runde spricht, wird den Norddeutschen sAbendlaufchnell bewusst, wie sich der Wettkampf in den nächsten Tagen entwickeln wird - denn bei den abendlichen 10 Kilometern um Söll fallen bereits 255 Höhenmeter an. Dempewolf und Reimann lassen es ruhig angehen und kommen nach knapp 50 Minuten ins Ziel. Es gilt Kräfte zu schonen für den Kaisermarathon am Samstag, der absoluten Königsdisziplin der Tour und grösster und schwerster Bergmarathon Österreichs. Mit seinen 42 Kilometern Länge und 2345 zu überwindenen Höhenmetern startet der Kaisermarathon im Söller Dorfzentrum und führt ins Ziel auf die kegelförmige Hohe Salve (1829 m).

Als der Lauf um 08:30 mit einem Böller gestartet wird, hält sich die berühmte Gebirgsgruppe des Wilden Kaisers noch bedeckt, die steilen Südwände verstecken sich in dichten Wolken. Tour-de-Tirol-Cheforganisator Martin Kaindl gibt den Marathonis noch ein vielsagendes: „Heute wird‘s kein Kindergeburtstag“ mit auf den Weg, dann bewegt sich das Läuferfeld zuerst durch die beschaulichen Wiesenhänge des Sölllandlstales. Ab Kilometer 12 bei Hauningberg ändert sich jedoch das Profil aprupt, es wird vollends steil, die Wege winden sich 800 Meter hinauf auf den Hartkaiser. Hohe SalveNun verläuft die Strecke entlang einiger Seen in stetigem Auf und Ab über die Hochflächen des bekannten Skigebietes Wilder Kaiser-Brixental zur Tanzbodenalm, wo die Läufer mitten durch eine grosse bewirtschaftete Hütte sprinten und von den Gästen angefeuert werden. Nach einer steilen Bergabpassage vom Zinsberg wird es besonders knifflig am Ende der Strapazen, wartet doch der berüchtigte Schlussanstieg von Hochsöll-Hexenwasser ins Ziel auf die Hohe Salve. Allein der letzte Kilometer mit über 300 Höhenmetern über die Südflanke des markanten Berges verlangen den Laufbegeisterten die letzten Reserven ab. Dempewolf und Reimann fluchen und motivieren sich gegenseitig bei ihrem beschwerlichen Weg hinauf auf Kaisermarathondieser im Winter als schwarze Skiabfahrt genutzten Hangfläche. Endlich ist die wolkenverhüllte Gipfelkuppe mit der kleinen Kapelle erreicht, der Kaisermarathon ist nach 5 Stunden und 52 Minuten geschafft! Es ist windig und kalt, den Läufern werden Decken gereicht, sie sollen ein Auskühlen verhindern.

Bei der Rückfahrt mit der Seilbahn ins Tal sind die Beine schwer, den beiden ist etwas mulmig bei dem Gedanken an den kommenden Tag. Hier haben sich die Veranstalter erneut etwas Spezielles ausgedacht. Als Abschluss der Tour gibt es am Sonntag einen anspruchsvollen, 23 Kilometer langen Traillauf mit weiteren 1250 Höhenmetern. Die Strecke führt um den wenig erschlossenen Gebirgszug des Pölven herum, eine Notfallausrüstung inklusiv Rettungsdecke ist aufgrund der Abgeschiedenheit der Strecke und dem technischen Anspruch Pflicht seitens des Veranstalters. In der Nacht hatte Regen eingesetzt, so das zu der herausfordernden Topographie noch ein rutschiger Untergrund hinzukommt. Wie viele andere Absolventen des Bergmarathons am Vortag halten sich die heimischen Läufer anfangs mit dem Tempo zurück. Hohe Konzentration ist angesagt auf den schmalen Bergpfaden, die über Baumwurzeln und Geröll an kleinen Wasserfällen und einer seilgesicherten Felspassage vorbei führen. PoelventrailEin Höhepunkt ist der Durchlauf des sonst gesperrten Steinbruchs oberhalb Bad Häring, in dem grosse Nutzfahrzeuge den Beginn zum langanhaltenden Aufstieg auf das Juffinger Jöchl markieren.  Ein Schild mit der Aufschrift: “Jetzt wird’s steil“ untermauert die bevorstehende Anstrengung. Oben am Gipfelkreuz angekommen, bleibt kaum Zeit zum Durchpusten, sofort windet sich ein extrem abschüssiger Pfad mehrere hundert Höhenmeter zur Siedlung Ried hinunter, von der man endlich die Dorfkirche von Söll erblickt. Nur noch drei Kilometer, dann laufen Dempewolf und Reimann nebeneinander in das von vielen Zuschauern flankierte Ziel, sie fallen sich in die Arme.

ZieleinlaufDie grosse Kraftanstrengung der vergangenen Tage über eine Gesamtlaufzeit von 9 Stunden und 58 Minuten wird mit dem respektablen 43. und 44. Platz in ihrer Altersklasse und einem grossen Apfelstrudel im Ziel belohnt. “Es war ein herausfordernder, aber erstklassig organisierter Bergwettkampf mit phantastischen Landschaftseindrücken. Spannend war zu sehen, wie unsere müden Knochen jeden Tag auf neue Herausforderungen gestellt wurden“, so die beiden Läufer aus dem Weser-Leinebergland, die am Ende zufrieden zum Wilden Kaiser hinaufblickten.